RUNDER TISCH: GEBURT und FAMILIE gegründet

Am 10.11.2016 war es nun soweit. In Sachsen Anhalt hat sich ein „RUNDER TISCH: GEBURT und FAMILIE „gegründet. Dort wird es vordergründig , gemäß Koalitionsvertrag um folgendes gehen:

  • Studie zu den regionalen Bedarfen und deren Abdeckung mit Leistungen der Geburtshilfe, der Vor-und Nachsorge in Auftrag geben,
  • die Ausbildungssituation diskutieren
  • sowie analysieren, wie die Wahlfreiheit des Geburtsortes gewährleistet werden kann.
  • Thema kann auch die Situation der Familienhebammen sein.
  • Es wird geprüft, ob ein hebammengeleiteter Kreißsaal in Sachsen-Anhalt umsetzbar ist.
  • Die entwickelten Handlungsvorschläge zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Hebammenversorgung werden bis Ende 2017 dem Landtag vorgelegt .

Auftaktveranstaltung des Bündnisses gegen Depression Sachsen-Anhalt am 08. Juni 2016 nach Halle an der Saale

Depressionen zählen zu den häufigsten und hinsichtlich ihres verursachten Leidens auch am stärksten unterschätzten Erkrankungen. Derzeit sind in Deutschland ca. 4 Millionen Menschen betroffen. Nach wie vor führt fehlendes Wissen oftmals dazu, dass trotz geeigneter Therapieangebote viele der depressiv Erkrankten unbehandelt oder ohne angemessene Behandlung bleiben. Hierbei sind insbesondere auch Kinder und Jugendliche betroffen.

An dieser Stelle will das Bündnis gegen Depression ansetzen. Die Wissensvermittlung über Depression und ihre Therapiemöglichkeiten ist eines unserer Anliegen.

Während unserer Eröffnungsveranstaltung möchten wir Ihnen das Bündnis gegen Depression Sachsen-Anhalt vorstellen und gemeinsam im festlichen Rahmen unsere Neugründung begehen.

Am 08. Juni 2016 beginnt um 16:00 Uhr die öffentliche Auftaktveranstaltung im Löwengebäude (siehe Flyer). Mehrere Vorträge sowie eine Podiumsdiskussion erlauben es – sowohl dem Fachpublikum als auch interessierten Laien – einen Überblick über Depression und unser Bündnis zu gewinnen.

Weitere Informationen finden Sie im beiliegenden Veranstaltungsflyer.

Flyer Bündnis gegen Depression

Hebammen stärken! Für Vielfalt und Qualität vor, während und nach der Geburt

BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN wollen Vielfalt und Qualität in der Begleitung und Betreuung von
werdenden Müttern, Familien und der Kinder erhalten und den Beruf der Hebamme strukturell
aufwerten. Dazu werden wir die notwendigen Maßnahmen diskutieren und voranbringen.

Der Verein NETZBEGRÜNUNG – Verein für GRÜNE Netzkultur hat den entsprechenden Beschluss veröffentlicht:
https://laenderrat.antragsgruen.de/2016-1/motion/H-01_Hebammen_staerken_Fuer_Vielfalt_und_Qualitaet_vor_waehrend_und_nach-8526 

 

Einladung zu Onebillon Rising Halle am 14.2.2016, 16:00

14.2.2016, 16:00 Uhr am Roten Turm

In Vorbereitung auf Sonntag 14.2.2016, wo um 16:00 Uhr am Roten Turm die Onebillion Rising Veranstaltung mit dem auf aller Welt an diesem Tag getanzten Flash Mob stattfindet. Frauen und Männer verbünden sich gegen sexuelle Gewalt.

http://www.onebillionrising.de/onebillionrising-2016-aktionskarte/

https://www.facebook.com/Onebillionrising-Halle-418919008187540

 

Alternativantrag der Fraktionen CDU und SPD zum Antrag nach § 37 GO.LT

Landtag von Sachsen-Anhalt
Alternativantrag zum Antrag nach § 37 GO.LT
Fraktionen CDU und SPD
Drucksache 6/4644 09.12.2015

Natürliche Geburt stärken. Den Weg frei machen für einen hebammengeleiteten Kreißsaal in Sachsen-Anhalt

Antrag Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drs. 6/4566 Der Landtag wolle beschließen:

Möglichkeiten einer selbstbestimmten und natürlichen Geburt in Sachsen- Anhalt erweitern

Die Landesregierung wird gebeten,

  1. die von Thüringen und Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebenen Berichte über die Versorgungssituation in der Geburtshilfe und andere einschlägige Stu- dien im Hinblick auf die im Land Sachsen-Anhalt vorhandenen Strukturen und Möglichkeiten auszuwerten;
  2. mit allen zuständigen bzw. betroffenen Akteuren, insbesondere mit dem Lan- deshebammenverband Sachsen-Anhalt, der Krankenhausgesellschaft Sach- sen-Anhalt e. V. und der Ärztekammer Sachsen-Anhalt die Ergebnisse dieser Auswertung und die weitere Einrichtung hebammengeleiteter Kreißsäle im Rahmen einer Veranstaltung im für Gesundheit zuständigen Ministerium zu dis- kutieren;
  3. im Rahmen der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit der Berufe im Gesund- heitswesen Vorschläge zu erarbeiten, die auch die demografischen Entwicklun- gen einbeziehen;
  4. über die Ergebnisse im zuständigen Fachausschuss des Landtages Ende des I. Quartals 2017 zu berichten.

(Ausgegeben am 09.12.2015)

Begründung

Hebammen begleiten Gebärende bei der Entbindung ihrer Kinder. Nicht zuletzt durch den Rückgang der Geburtenrate ringt dieser Beruf um seine Existenz. Die Haft- pflichtproblematik führt dazu, dass immer weniger Hebammen den Kernbereich ihres Berufes ausüben: die Geburtshilfe. Dabei sind Hebammen die Erstzuständigen bei einer Geburt und gehören einer eigenständigen Profession an. Im Rahmen des Krankenhauses wird dieses Verständnis nur unzureichend realisiert und Hebammen oftmals „gefühlt“ dem medizinischen Pflegebereich zugeordnet.

Um die eigenständige Rolle der Geburtshilfe durch Hebammen zu fördern, die natür- liche Geburt zu stärken und den Berufsstand aufzuwerten, sollen die in anderen Bundesländern vorliegenden Erfahrungen sowie Studien und Berichte ausgewertet werden, um auch in Sachsen-Anhalt die Möglichkeiten einer natürlichen Geburt zu erweitern.

Das Betreuungskonzept eines hebammengeleiteten Kreißsaals ist kein Ersatz für den üblichen ärztlich geleiteten Kreißsaal, sondern gilt als Ergänzungsangebot einer Geburtsstation. Da in Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren einige Geburtsstationen wegen zu geringer Inanspruchnahmen geschlossen werden mussten, spielt die de- mografische Entwicklung auch bei der Entscheidung über die Einrichtung von alter- nativen Angeboten in der Geburtshilfe eine Rolle, ohne deren Sinnhaftigkeit infrage stellen zu wollen.

André Schröder Katrin Budde Fraktionsvorsitzender CDU Fraktionsvorsitzende SPD

Hebammengeleiteter Kreißsaal – PM Fraktion BUENDNIS 90 DIE GRUENEN

„Hebamme zur Chefin machen“

Statements der kinder- und frauenpolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Lüddemann, und der 1. Vorsitzenden des Landeshebammenverbands Sachsen-Anhalt, Petra Chluppka, zu dem bündnisgrünen Antrag zur Schaffung von hebammengeleiteten Kreißsälen in Sachsen-Anhalt:

„Kreißsäle sind schon jetzt Hebammenkreißsäle. Wir wollen aber die Hebamme zur Chefin machen.“

„Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will den Hebammenberuf aufwerten. So eröffnen wir Karrierewege für Frauen und stärken diese Profession, die ständig um ihre Existenz kämpft.“

„Die Geburt ist weit mehr als nur ein Übel, wenn man Kinder haben möchte:

  • Die Geburt ist ein bereicherndes Erlebnis.
  • Die Geburt ist eine Erfahrung, die Frauen stärkt.
  • Die Geburt konfrontiert uns mit den Grenzen menschlichen Zugriffs.
  • Die Geburt vertieft das Lebensverständnis.“
  • So wie in Geburtshäusern oft ein ganzheitliches Verständnis der Geburt im Vordergrund steht, so befördert auch ein hebammengeleiteter Kreißsaal das Erleben der Geburt als bereichernde Erfahrung.

„Studienergebnisse zeigen, dass im Hebammenkreißsaal deutlich mehr Spontangeburten und deutlich weniger Eingriffe stattfinden. Es werden weniger Geburten eingeleitet und weniger wehenverstärkende Medikamente verabreicht. Es werden weniger Schmerzmittel gegeben und weniger Dammschnitte durchgeführt.“

„Mit einem hebammengeleiteten Kreißsaal wollen wir die Wahlfreiheit der Eltern sicherstellen. Wer eine Affinität zur natürlichen Geburt hat, findet kaum Angebote in Sachsen-Anhalt. Es gibt bei uns im Land nur sieben Geburtshäuser.“

„Selbst wo Eltern die Möglichkeit eines Geburtshauses haben, schrecken zurück. Viele Eltern wollen für den Notfall eine Ärztin oder eine Arzt in der Nähe wissen. Ein hebammengeleiteter Kreißsaal schafft hier Abhilfe. Er vereint die Vorteile zweier Systeme. Arbeitsweise und Atmosphäre eines Geburtshauses.“

Statement der 1.Vorsitzende Landeshebammenverband Sachsen-Anhalt

„Als Hausgeburtshebamme sehe ich die Etablierung vom Hebammenkreißsaal, persönlich als einen wichtigen Schritt, nicht nur der selbstbestimmten Geburt wegen, sondern auch um den Hebammenberuf in all seinen wunderbaren Facetten die er einst hatte, wieder zu beleben.

Hebammen sind die Fachfrauen für physiologische Abläufe in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Im hebammengeleiteten Kreißsaal würde die Profession der Hebamme gestärkt werden. Das ursprüngliche Hebammenwissen kann an junge Kolleginnen weitergegeben werden. Im Notfall sind Ärzte immer in Reichweite.

Aus meiner Sicht sollte es ,normal‘ sein, dass in jeder Klinik der Welt der Kreißsaal von Hebammen geleitet wird.“

Petra Chluppka

Hintergrund:

Der Hebammenberuf ist die zuständige Profession beim Thema Geburt. Daher soll die Hebamme im hebammengeleiteten Kreißsaal eigenverantwortlich arbeiten können. Ärztliches Personal wird von der Hebamme nur bei Notfällen hinzugezogen, ansonsten treten Ärztinnen und Ärzte nicht auf.